Allgemein

*BRANDALISM PROJECT*
DIE RÜCKEROBERUNG DES ÖFFENTLICHEN RAUMS BEGINNT.

Brandalism Adbusting Street-Art Intervention

40 Künstler, 10 Städte, 365 ad takeovers, 2 Tage.
Einen gelungenen Beitrag gegen die visuelle Verschmutzung hat jüngst die britische Anti-Werbe-Kampagne Brandalism geleistet:

Das Adbusting-Projekt begann als unscheinbare Revolte gegen die zunehmende Kontrolle des öffentlichen Raums durch internationale Konzerne sowie deren Werbung und hat sich jedoch seit Beginn des Projektes im Sommer 2012 u.a. in London, zur größten Anti-Werbe Kampagne der Welt entwickelt.

Im Mai diesen Jahres wurden durch Brandalism innerhalb von 48 Stunden 360 Reklamekästen mit handgefertigten Siebdrucken von 40 internationalen, renommierten Künstlern unauthorisiert „besetzt“ und dadurch öffentlicher Raum rückerobert.
Dazu haben unter anderem Künstler wie Peter Kennard(UK), Paul Insect

, Escif, Anthony Lister sowie der Street-Activist „NoNÅME“ ihren gesellschaftskritischen Beitrag zum Projekt geleistet.

Die Unterstützer von Brandalism sind von der Tatsache überzeugt, dass der öffentliche Raum in einer Demokratie der Öffentlichkeit gehört, die an diesem Ort wohnt, lebt und arbeitet und nicht den wirtschaftlichen Interessen der Konzerne.
Daher verstehen die Künstler ihren Aktivismus als Ausdruck des Widerstands gegen die Manipulation und Fremdbestimmung der Menschheit durch Mediengiganten, deren einziges Anliegen es ist monetäre Gewinne zu erzielen, die uns zu verunsichern, unglücklich machen und die dadurch verursachten Symptome durch Konsum therapieren.

Da es den Akteuren nicht darum ging sich mit ihren Aktionen zu vermarkten, sind sämtliche Kunstwerke weder signiert, noch tragen sie Namen oder Website des jeweiligen Künstlers.

Die Idee, die Kontrolle über Aussagen, Bedeutungen gar über die Definitionen von Begriffen wie „Glück“, „Erfolg“ und „Schönheit“ wieder zu erlangen hat nichts mit Vandalismus oder richtungsloser Rebellion zu tun:
„The fight against advertising is not a fight against desiring. We should want more from life not less, and we should demand it. The question is more of what?“

Von: Sebastian Pohl | Fotos: Brandalism.org.uk

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